Führung unter Druck – Orientierung geben, wenn einfache Antworten fehlen

Workshop von Susann Franke (Düsseldorf)

Inhalt

Führung unter Druck – Orientierung geben, wenn einfache Antworten fehlen

Führung wird besonders anspruchsvoll, wenn Veränderungsdruck, hohe Arbeitslast, widersprüchliche Anforderungen und Verantwortung gleichzeitig steigen. Denn Druck verändert nicht nur, wie wir uns fühlen. Er beeinflusst auch Wahrnehmung, Kommunikation und Entscheidungen – häufig, ohne dass wir es bemerken.

Genau dort setzt dieser Workshop an.

Die Teilnehmenden beschäftigen sich zunächst mit der Frage, was unter Druck psychologisch mit uns geschieht: Wie verändern sich Wahrnehmung und Bewertung? Welche automatischen Reaktionen werden wahrscheinlicher? Warum greifen wir schneller auf Kontrolle, bekannte Muster oder vorschnelle Lösungen zurück?

Im zweiten Schritt richtet sich der Blick auf die eigene Führung. Die Teilnehmenden reflektieren konkrete Situationen aus ihrem Führungsalltag und arbeiten daran, eigene Reaktionen besser einzuordnen, Prioritäten zu klären und auch unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Schließlich geht es um die Wirkung auf Mitarbeitende und Teams: Wie beeinflusst die eigene Unsicherheit das Verhalten anderer? Wie kann Führung Orientierung geben, wenn noch nicht alle Antworten vorliegen? Und wie lässt sich klar kommunizieren, ohne Sicherheit vorzutäuschen, die es gerade nicht gibt?

Der Workshop verbindet psychologische Grundlagen mit konkreten Führungssituationen der Teilnehmenden. Je nach Rahmen und Zielsetzung können Fallarbeit, gemeinsame Reflexion und praktische Transferinstrumente unterschiedlich gewichtet werden.

Dabei geht es nicht darum, Unsicherheit zu beseitigen. Es geht darum, unter Unsicherheit führen zu können.

Wer Orientierung schafft, führt.

Das nehmen Teilnehmende mit

Die Teilnehmenden nehmen ein besseres Verständnis dafür mit, was Druck und Unsicherheit mit dem eigenen Führungsverhalten machen – und konkrete Möglichkeiten, auch in anspruchsvollen Situationen Orientierung zu geben.

Sie lernen,

• eigene automatische Reaktionen unter Druck früher wahrzunehmen und einzuordnen, • zwischen äußerer Situation und eigener innerer Reaktion besser zu unterscheiden, • auch bei widersprüchlichen Anforderungen Prioritäten zu klären und handlungsfähig zu bleiben, • zu erkennen, wie die eigene Unsicherheit Kommunikation und Verhalten von Mitarbeitenden beeinflussen kann, • Orientierung zu geben, auch wenn noch nicht alle Antworten oder Informationen vorliegen, • unter Unsicherheit klarer und bewusster zu kommunizieren, • konkrete Führungssituationen aus dem eigenen Arbeitsalltag psychologisch zu analysieren und neue Handlungsoptionen zu entwickeln.

Die Teilnehmenden verlassen den Workshop nicht mit einem weiteren Katalog von Führungsregeln, sondern mit einem differenzierteren Blick auf sich selbst, ihre Mitarbeitenden und die Dynamiken, die unter Druck entstehen.

Kontrolle beruhigt kurzfristig. Orientierung stabilisiert langfristig.

Dauer: f7fda4be-b2d7-4f9b-a858-589a8f373dce

Zielgruppe: 5919bcef-95de-410f-a3af-015f606904bd, 2ba979bd-045c-4136-92a8-024e1da413c6